Interview mit Deutschlandradio Kultur

08. April 2009

Vor ein paar Tagen habe ich, nach meinem Auftritt in Wuppertal, stand ich dem Radiojournalisten Christian Geuenich Rede und Antwort. Der daraus entstandene Bericht lässt sich auf der Website des Deutschlandfunk anhören. Viel Spaß damit …

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Kill Bill 1+2 in einer Minute

25. März 2009

Das ist mal wieder etwas, das es wert ist, gebloggt zu werden – sehr lustig auf den Punkt gebracht. ABER es fehlt der Fight mit Vernita Green, oder?

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Kabarett vs. Comedy – Part II

20. März 2009

“Comedy & Kabarett – worin wird unterschieden, auch wenn es angeblich keinen Unterschied gibt?”

Diese Frage wurde mir letzthin gestellt. Die Frage nach dem Unterschied zwischen Comedy und Kabarett ist eine der am häufigsten gestellten Interviewfragen, was direkt auch zeigt, wer sich am häufigsten mit dieser Einteilung beschäftigt: Journalisten. Es herrscht bei der schreibenden Zunft ein fast schon zwanghaftes Bestreben, jegliche Bühnendarbietung in eine Schublade zu stecken. Entzieht sich ein Künstler der klaren Einteilung setzt panikartig die Suche nach Referenzpunkten im Programm ein, die oftmals zu seltsamen Interpretationen führt. Somit ist die unsägliche Einteilung in Kabarett und Comedy oftmals sehr ärgerlich gerade für Künstler, die in der Kommunikation als Comedians bezeichnet werden. Warum das so ist, erläutere ich später.

In meinen Augen gibt es nicht nur angeblich keinen Unterschied zwischen Kabarett und Comedy, sondern tatsächlich. Kabarett mit seiner etymologischen Herkunft bezeichnete schon immer ein buntes Allerlei an Bühnendarbietungen im häufig kleinen Rahmen – also stilistisch ein sehr freier Begriff.

Was hier in Deutschland über die Jahre passiert ist, stellt sich für mich wie folgt dar: Kabarett wurde bekannt und daher auch hauptsächlich assoziiert mit politischer Satire, die im Ur-Kabarett einen großen Anteil hatte. Man muss dabei allerdings Folgendes anmerken: Wenn man die alten Recken des Kabaretts und deren Programme genauer betrachtet, finden sich auch vor allem in deren Vergangenheit Nummern und Programmteile, die gänzlich ohne offensichtlich politischen Bezug ausgekommen sind.

Es kam die Zeit, als dann eine neue Generation von Künstlern gesprochene Satire für sich entdeckte, aber ausschließlich vordergründig unpolitische Themen zum Mittelpunkt gemacht hat. Diese Gruppe wollte sich über den neuen Begriff Comedy vom althergebrachten Kabarett abgrenzen. Diese Trennung wurde auch von der anderen Seite dankbar angenommen und von hier nimmt das Unheil seinen Lauf.

Im Grunde wird auf der Medienseite auf Nachfrage häufig Kabarett als politische und Comedy als unpolitische, dem Alltag zugewandte Disziplin eingeordnet. Das wird spätestens dann schwierig, wenn ein Künstler auftaucht, der ganz offensiv beide Felder in seinen Programmen beackert. Wie dem auch sei – das alleine wäre noch nicht schlimm. Richtig ärgerlich wird es, wenn Comedy und Kabarett als Qualitätssiegel benutzt werden, also unter dem Motto „Kabarett ist clever, schlau und wertvoll – Comedy ist dumm, niveaulos und geistiges Fast-Food.“ Welche wenig konstruktiven Auswirkungen das haben kann, sieht man zum Beispiel am aktuellen Konflikt zwischen Matthias Riechling und Dieter Hildebrandt.

Es bleibt bei mir die Überzeugung, dass Comedy das englische Wort für Kabarett ist und es durchaus sowohl schlechtes Kabarett als auch gute Comedy im Sinne der weit verbreiteten Definitionen gibt. Die Berichterstattung sollte sich weniger mit Kategorisierung und mehr mit der Frage auseinandersetzen, wie es sich mit der Qualität der gebotenen Unterhaltung verhält. So!

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Kabarett vs. Comedy – Part I

19. März 2009

Immer und immer wieder muss man sich als Komödiant der Genre-Frage stellen: Macht man nun Comedy oder Kabarett? Bevor ich persönlich dazu Stellung nehme, möchte ich hier ein paar Statements von drei großartigen Kabarettisten (oder Comedians?) zitieren.

Wilfried Schmickler, Kleinkunstpreisträger 2009, sagte in einem Interview mit dem SWR dazu Folgendes:

“Wir haben zum Beispiel früher viel mit Verkleidungen gearbeitet im Kabarett. Da wird immer dieser komische Widerspruch zwischen Kabarett und Comedy konstruiert, den gibt es ja gar nicht. Eigentlich haben die Kabarettisten ja die Comedy erfunden. Zum Beispiel damals “Die 3 Tornados”, Kabarettisten aus Berlin, die zum ersten Mal das klassische Kabarett gesprengt haben und in Frauenklamotten oder in absurden Verkleidungen auf die Bühne gestürmt sind.”

Eine andere Position vertritt Dieter Hildebrandt heute in der Süddeutschen. Auf die Frage: “Wo liegt die Grenze zwischen Kabarett und Comedy?” antwortet er:

“Die ist total fließend, wir haben das ja lange im Scheibenwischer praktiziert. Da gab es komödiantische Elemente, und wir haben zugleich klargemacht, was und stört an der Politik. Einmal gab es eine ganze Sendung nur zur Gesundheitsreform und was sie aus den Leuten macht. Das war vielleicht nicht lustig, aber wichtig. Manchmal muss man eine Aussage machen, ohne auf Pointen Rücksicht zu nehmen. Wir haben nie auf Pointendichte gezielt, genau das ist der Unterschied zur Comedy.”

Vince Ebert wiederum bezeichnet in einer äußerst gelungenen Kolumne zum vorliegenden Thema Comedians als “neoliberale Kabarettisten”.

Gibt es einen Unterschied zwischen Comedy und Kabarett? Und wenn ja … wo liegt er? Und wenn nein, wer ist denn nun im Recht? Und wer braucht überhaupt diese Unterscheidungen? Das sind alles Fragen, denen ich mich gerade stelle. Die Antworten aus meiner Sicht kommen demnächst an dieser Stelle!

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DVD Aufzeichung “Man(n) sieht sich!” am 03./04.02. in Mainz

16. Januar 2009

mss_anzeige.gifMeine Agentur hat mich gebeten, diesen Text hier zu posten:

Viele Theaterbesucher haben immer wieder nach einer DVD von Tobys Programmen gefragt, und wir selbst sind auch der Meinung, dass das eine gute Idee ist. Mit Universal Pictures hat Toby einen starken Partner für die Aufzeichnung und den bundesweiten Vertrieb der DVD gefunden. So wird denn nun Tobys erstes Programm “Man(n) sieht sich!” am 03. und 04. Februar 2008 bei seinen Freunden im Frankfurter Hof Mainz mit etlichen Kameras und viel Tamtam aufgezeichnet. Und jetzt kommt der Hammer: DU könntest dabei sein, bei dieser einmaligen (naja … zweimaligen) Veranstaltung.


Karten gibt es ab sofort im Vorverkauf und im Internet für Dienstag hier und für Mittwoch hier. Beginn ist um 20 Uhr, Einlass bei freier Platzwahl um 19 Uhr.

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